KI-Compliance muss im Alltag greifen, nicht nur in einer Richtlinie
KI-Tools sind oft schon im Betrieb, bevor Datenschutz, IT und Geschäftsführung eine Linie gezogen haben. Genau dort entstehen Datenabfluss, falsche Freigaben, ungeklärte Rollen und Diskussionen mit Kunden. KI-Compliance beginnt deshalb nicht mit einem langen Papier, sondern mit einer nüchternen Bestandsaufnahme: welches Tool, welche Daten, welcher Zweck, welche Verantwortung.
Tool- und Dateninventur
Welche KI-Tools werden genutzt, welche Daten landen dort, welche Fachabteilung hat sie freigegeben und wer ist verantwortlich? Diese Übersicht zeigt auch Anwendungen, die bereits ohne gemeinsame Freigabe im Alltag genutzt werden.
Richtlinie und Schulung
Mitarbeitende brauchen klare Regeln: welche Daten erlaubt sind, welche Tools tabu sind und wann ein Ergebnis geprüft werden muss.
Datenschutz und Informationssicherheit verbinden
Personenbezogene und vertrauliche Daten in KI-Systemen betreffen auch Anbieterprüfung, Zugriffsrechte und bestehende Managementsysteme. IT, Datenschutz und Fachbereiche müssen dieselben Datenflüsse betrachten.
AI-Act-Pflichten vorbereiten
Rollen, Risikoklassen, Nachweise und Schulungen sollten früh eingeordnet werden. Später wird aus Aufräumen schnell ein internes Sonderprojekt mit mehreren Abteilungen, IT, Datenschutz und Geschäftsführung am Tisch.